Mikronährstoffe bei Schilddrüsenunterfunktion

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Wie Sie in unserem Artikel Schilddrüsenunterfunktion – Ursachen, Symptome und Therapie bereits lesen konnten, spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle bei Schilddrüsenunterfunktion. In diesem Artikel wollen wir uns tiefer mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe geben.

Mikronährstofftherapie

Damit die Schilddrüse die lebensnotwendigen Stoffwechselvorgänge aufrechterhalten kann, bedarf es einer komplizierten Vernetzung von Regelkreisen zwischen Gehirn, Blut und der Schilddrüse selbst. Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) spielen dabei eine herausragende Rolle. Sie steuern Produktion und Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen und sind damit auch wichtig für den Schilddrüsen-Stoffwechsel. Die zusätzliche Einnahme von Mikronährstoffen ist wohl einer der vielversprechendsten Ansätze in der Therapie einer Hypothyreose.

Bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen entstehen große Mengen aggressiver freier Radikale. Der dadurch erhöhte oxidative Stress trägt zur Entwicklung einer Hypothyreose bei. Zum besseren Schutz der Schilddrüse wird eine zusätzliche Zufuhr von natürlichen Mikronährstoffen empfohlen. Im Kampf gegen freie Radikale und andere Oxidationsprozesse haben sich rein natürliche Antioxidantien-Mischungen, die aus Obst und Gemüse gewonnen werden, deutlich besser bewährt als synthetische. Die so gewonnenen Mikronährstoffe wirken mehr als 200-mal stärker antioxidativ.

Omega-3-Fettsäuren senken die Entzündungsneigung des Gewebes und unterstützen das Immunsystem. Zusätzlich zeigen neuere Untersuchungen, dass Omega-3-Fettsäuren auch die Schwere von Autoimmunerkrankungen positiv beeinflussen. Übrigens: Omega-3-Fettsäuren werden vom Verdauungssystem besser aufgenommen, wenn sie in einer flüssigen Emulsion (z.B. einem Saft) statt in Kapselform eingenommen werde.
Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion haben häufig einen Mangel an Coenzym Q10. Dieser Nährstoff ist jedoch an der Energiegewinnung in den Mitochondrien beteiligt. Fehlt das Coenzym Q10 oder ist es in zu geringen Mengen verfügbar, fühlt man sich schwach und müde. Eine ausreichende Aufnahme dieses Mikronährstoffes ist somit bedeutend.

Einer der wichtigsten zusätzlichen Mikronährstoffe für die Gesundheit der Schilddrüse und speziell im Kampf gegen Hypothyreose ist das Spurenelement Selen. Ausreichend Selen ist entscheidend für den Schilddrüsenstoffwechsel und hat bei einer Schilddrüsenunterfunktion heilende Effekte. In zwei Studien konnte ein positiver Effekt von Selen nachgewiesen werden. Antikörper gegen die Schilddrüsenperoxidase (TPO-Autoantikörper) gingen in beiden Studien signifikant zurück. Auch die Häufigkeit von Schilddrüsenunterfunktionen ging im Vergleich zu Placebo zurück – und zwar deutlich um 40 Prozent. In Deutschland halten Experten eine zusätzliche, moderate Aufnahme von bis zu 200 µg Selen am Tag für sinnvoll.
In einer israelischen Studie aus dem Jahr 2011 wurde festgestellt, dass Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion mehr als doppelt so häufig unter schwerem Vitamin-D-Mangel leiden wie Gesunde. Für Vitamin D ist in Mitteleuropa auch in der gesunden Bevölkerung ein weitverbreiteter Mangel nachgewiesen worden.

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basisunterstützung gegen die Hypothyreose eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Die aktuellen, oben erwähnten Studien zeigen, dass vor allem für Mikronährstoffmischungen ein positiver Effekt bei einer Schilddrüsenunterfunktion zu erwarten ist. Eine natürliche Mikronährstoffmischung erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen optimal zu versorgen und Körper und Geist wieder fit und leistungsfähig zu machen. Ein gutes, natürliches Mikronährstoffprodukt enthält aber nicht nur Vitamine und Mineralien, und Omega-3-Fettsäuren, sondern auch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe.

Von vielen Fachleute empfohlen werden natürliche flüssige Mikronährstoffkonzentrate – diese werden besser vom Körper aufgenommen als Pillen oder Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern Sie alle Mikronährstoffe die der Körper täglich benötigt (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

Veränderungen im Lebensstil

Zu den wichtigsten Einflussgrößen neben einer gesunden Ernährung und der empfohlenen Mikronährstoffversorgung gehört bei einer Schilddrüsenunterfunktion ganz offensichtlich die Giftstoffbelastung des Körpers. Nach aktuellen Erkenntnissen können Belastungen mit Schwermetallen, Pestiziden und chlororganischen Verbindungen (z.B. aus Kunststoffen) eine Hypothyreose auslösen. Umso wichtiger ist es, auf eine vernünftige Ernährung und eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen zu achten, denn gerade sie braucht der Körper zur Entgiftung. Wenn das natürliche Mikronährstoffpräparat auch noch entgiftungsfördernde Kräuterextrakte aus Bärlauch, Brennnessel oder Löwenzahn enthält, ist das selbstverständlich ideal.

Natürlich sei an dieser Stelle auch das Rauchen erwähnt. Rauchen schädigt die Schilddrüse über die pharmakologische Wirkung des Nikotins ebenso wie über die restlichen Giftstoffe im Zigarettenrauch. Zudem sind negative Auswirkungen des Passivrauchens und auch negative Auswirkungen auf Kinder im Mutterleib nachgewiesen. Man weiß heute auch, dass bei Rauchern die antioxidativen Enzyme in den Zellen deutlich erniedrigt sind. So belegte beispielsweise eine Studie, dass die Aktivität der Superoxid Dismutase (SOD) bei jugendlichen Rauchern deutlich erniedrigt.

Was Sie selbst tun können

Mikronährstofftherapie

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Essen und Trinken

Bewegung und Entspannung

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Alltagshelfer bei Schilddrüsenunterfunktion: Unsere Empfehlungen

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