Mikronährstoffe bei Neurodermitis

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Wie Sie in unserem Artikel Neurodermitis – Ursachen, Symptome und Therapie bereits lesen konnten, spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle bei Neurodermitis. In diesem Artikel wollen wir uns tiefer mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe geben.

Mikronährstofftherapie

Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) spielen bei praktisch allen Stoffwechselreaktionen eine große Rolle. Sie steuern auch die Produktion und Ausschüttung der Hormone und Botenstoffe und sind zudem an deren Abbau beteiligt. Am bekanntesten und am besten untersucht ist die Wirkung von Vitamin C als natürliches Antihistaminikum: Es beschleunigt nachweislich den Histaminabbau.

Zahlreiche weitere Mikronährstoffe haben ebenfalls Antihistamin-Wirkungen und beugen so auch Neurodermitis vor. So verlangsamen Vitamin B3, Kalzium und Zink die Ausschüttung von Histamin im Körper, weil sie die Zellwände der Histamin-produzierenden Zellen stabilisieren.

Auch Vitamin D, für das in Mitteleuropa ein weitverbreiteter Mangel nachgewiesen ist, scheint für die Behandlung von Neurodermitis wichtig zu sein. Ganz neue Erkenntnisse zeigen, dass ein adäquater Vitamin-D-Spiegel relevant für die Bildung gesunder Hautzellen ist. Außerdem ist Vitamin D wichtig für das Immunsystem der Haut. Es kann beispielsweise virale oder bakterielle Infektionen der Haut verhindern.

Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Gegenspieler zu den heute in der Ernährung dominierenden tierischen Fetten. Während die in den tierischen Fetten überwiegenden gesättigten Fette die Bildung von Entzündungsbotenstoffen stimulieren, hemmen Omega-3-Fettsäuren diesen Stoffwechselprozess und helfen so, Entzündungen im Körper und auf der Haut zu reduzieren.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Behandlung von Neurodermitis ist die Förderung der Darmgesundheit. Denn Allergien entwickeln sich häufig aus der Arbeitslosigkeit der in der Darmwand sitzenden Immunzellen, die sich dann falsche Feinde suchen. Die positive Beeinflussung der Darmflora durch milchsauer vergorene Lebensmittel wurde bereits Anfang des letzten Jahrhunderts wissenschaftlich untersucht. Aktuelle Studien weisen auf einen Effekt vor allem bei Kindern hin. So konnten in einer placebokontrollierten Studie mit mehr als 100 Kindern die allergiespezifischen Symptome sowie Blutwerte, die auf eine Verbesserung der Darmgesundheit schließen lassen, verbessert werden11. Dadurch sank die Rate der an Neurodermitis erkrankten Kinder um 60 %.

Offensichtlich sind im Kampf gegen Neurodermitis unzählige Mikronährstoffe notwendig. In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man deshalb heute als Basisunterstützung bei Neurodermitis eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung mit Vitaminen, Spurenelementen, pflanzlichen Ölen und sekundären Pflanzenstoffen. Die oben erwähnten Studien zeigen, dass vor allem für natürliche Mikronährstoffmischungen ein positiver Effekt bei der Linderung der Symptome zu erwarten ist. Diese natürlichen Kompositionen sind einzelnen Stoffen prinzipiell überlegen, übrigens ebenso wie den im Labor hergestellten künstlichen Vitaminmischungen. Gründe dafür sind neben der besseren Bioverfügbarkeit vor allem die starken Synergieeffekte natürlicher Kombinationen, insbesondere durch die Anwesenheit sekundärer Pflanzenstoffe.

Von vielen Fachleute empfohlen werden natürliche flüssige Mikronährstoffkonzentrate – diese werden besser vom Körper aufgenommen als Pillen oder Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern Sie alle Mikronährstoffe die der Körper täglich benötigt (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

Veränderungen im Lebensstil

Oben haben wir gezeigt, wie wichtig Mikronährstoffe aus unseren Lebensmitteln bei Neurodermitis sind. Doch auch die Lebensweise und -einstellung kann erheblichen Einfluss auf die Symptomatik haben. Bei Betroffenen besteht oft ein Informationsdefizit über mögliche Einflussfaktoren auf den Verlauf der Erkrankung und optimale Hautpflegemöglichkeiten. Aus diesem Grund ist es durchaus sinnvoll, an einer systematischen Patientenschulung teilzunehmen.

Die Teilnehmer erhalten Informationen zum Krankheitsbild und den Behandlungsoptionen sowie zur Rolle von Allergenen und dem Stellenwert von Diäten. Darüber hinaus erlernen sie Entspannungs- und Bewältigungstechniken, etwa um übermäßiges Kratzen in den Griff zu bekommen. Die Effizienz dieser Maßnahmen ist mittlerweile auch in Studien belegt worden. Demnach haben geschulte Patienten weniger Hautsymptome, leiden weniger unter Juckreiz und haben eine bessere Lebensqualität – einfach weil sie gelernt haben, selbstständig und situationsangepasst zu reagieren11.

Was Sie selbst tun können

Essen und Trinken

Mikronährstofftherapie

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Bewegung und Entspannung

Weitere Informationen finden Sie online unter:

Alltagshelfer bei Neurodermitis: Unsere Empfehlungen

Neurodermitis – Ursachen, Symptome und ganzheitliche Therapie

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