Mikronährstoffe bei Gastritis

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Wie Sie in unserem Artikel Gastritis – Ursachen, Symptome und Therapie bereits lesen konnten, spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle bei Gastritis. In diesem Artikel wollen wir uns tiefer mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe geben.

Mikronährstofftherapie

Es gibt gute Gründe, Mikronährstoffe bei der Behandlung von Gastritis einzusetzen. Unter Mikronährstoffen versteht man alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe. Sie sind essentiell für eine optimale Zellfunktion und unterstützen außerdem das Immunsystem. Auch bei einer Magenschleimhautentzündung sind Mikronährstoffe von großer Bedeutung.

Vitamin C spielt bei Gastritis eine wichtige Rolle für den Magenschutz. Der Magensaft enthält normalerweise 30-mal mehr Vitamin C als das Blut. Studien zeigen, dass bei einer normalen Vitamin-C-Konzentration in Magensaft und Magenschleimhaut die Entstehung einer Gastritis unmöglich ist. Vitamin C verhindert außerdem die Ansiedlung des Erregers Helicobacter pylori, da es dessen Energieversorgung hemmt.

Studien konnten zudem belegen, dass bei Patienten mit Helicobacter pylori in der Magenschleimhaut deutlich niedrigere Werte für Folsäure, Beta-Carotin und Vitamin A vorhanden waren. Gerade diese Mikronährstoffe sind aber sehr wichtig für das Abwehrsystem in unseren Schleimhäuten. Um also eine Gastritis verhindern zu können, sollte man stets ausreichende Mengen dieser bedeutenden Mikronährstoffe zu sich nehmen. Außerdem wird die Behandlung dieses Bakteriums durch die Einnahme von Mikronährstoffen effektiv unterstützt.

Geringe Dosen des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure (ASS), wie er zum Beispiel in Aspirin vorkommt, oxidiert Vitamin C und Vitamin E und macht diese wichtigen Mikronährstoffe unbrauchbar. Dadurch steigen die Messwerte für oxidativen Stress in der Magenschleimhaut. Deshalb haben zusätzliche Antioxidantien einen Gastritis-schützenden Effekt bei Medikamenteneinnahme.

Auch sekundäre Pflanzenstoffe und Omega-3-Fettsäuren spielen wegen ihrer anti-entzündlichen und immunsystemstärkenden Wirkung eine herausragende Rolle, sowohl in der Prävention als auch in der Therapie von Gastritis. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide oder Sulfide hemmen außerdem das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren. So zeigen neue Studien, dass Polyphenole aus grünem Tee oder Äpfeln und Sulforaphan aus Broccolispezifische antibiotische Eigenschaften gegen Helicobacter pylori besitzen, ohne dabei die hilfreiche Bakterienflora des Darmes anzugreifen.

Bei älteren Menschen, bei Einnahme von Magensäureblockern und bei der Autoimmungastritis kann es zudem zu einem erheblichen Mangel an Vitamin B12 kommen. Häufig wird hier behauptet, dass eine zusätzliche Zufuhr von Vitamin B12 hier nichts bewirken könnte, da es nicht aufgenommen werden könne. Diese veraltete Meinung ist inzwischen widerlegt. Da hier (wie bei zahlreichen anderen Mikronährstoffen auch) eine passive Aufnahme über die Schleimhäute möglich ist, ist die Darreichungsform der zusätzlich eingenommenen Mikronährstoffe für deren Wirksamkeit sehr wichtig.

Die aktuellen, oben erwähnten Studien zeigen, dass vor allem für moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen als Basisunterstützung gegen Gastritis ein positiver Effekt zu erwarten ist. Diese Mikronährstoffmischung sollte auf jeden Fall flüssig sein, da nur dann die optimale Aufnahme aller Mikronährstoffe möglich ist. Eine natürliche Mikronährstoffmischung erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen können optimal versorgt werden, die Magenschleimhaut wird geschützt und Symptome gelindert.

Ein gutes, natürliches Mikronährstoffprodukt enthält aber nicht nur Vitamine, Mineralien und Omega-3-Fettsäuren, sondern auch unterschiedliche sekundäre. Der Synergieeffekt ist dadurch viel stärker und effektiver als die Einnahme einzelner Mikronähstoffe. Jede Zelle benötigt alle Mikronährstoffe, um optimal arbeiten zu können. Die Wirkung wird durch die Kombination von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und den sekundären Pflanzenstoffen verstärkt.

Von vielen Fachleute empfohlen werden natürliche flüssige Mikronährstoffkonzentrate – diese werden besser vom Körper aufgenommen als Pillen oder Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern Sie alle Mikronährstoffe die der Körper täglich benötigt (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

Veränderungen im Lebensstil

Der effektivste und beste Schutz vor einer Gastritis ist ein gemäßigter Lebensstil. Verzichten Sie auf zu viel tierische Fette, Zucker, häufigen Gebrauch von entzündungshemmenden Medikamenten und übermäßigen Alkoholkonsum. Auch auf Kaffee und Zigaretten sollten Sie größtenteils verzichten. Dies schont den Magen, insbesondere die Magenschleimhaut, aber auch viele andere Organsysteme.

Wenn Symptome einer Magenschleimhautentzündung auftreten, können ein bis zwei Fastentage sehr hilfreich sein. Haferschleim, Zwieback und geriebene Äpfel bieten sich hierfür besonders gut an. Bei Getränken sollten Sie darauf achten, dass diese keine Kohlensäure, Alkohol oder Koffein enthalten. Trinken Sie hingegen möglichst viel stilles Wasser. Eine ausreichende Wasserzufuhr ist notwendig, da der schützende Magenschleim aus über 90 % Wasser besteht.

Ganz wichtig ist die Umstellung auf eine überwiegend basische Kost (v.a. Obst, Gemüse, Kräuter). Ein Säureüberschuss (durch zu viel Fleisch und Milchprodukte) führt sehr rasch zu einer erhöhten Entzündungsneigung der Magenschleimhaut und gleichzeitig auch zu einem starken Mehrverbrauch von wichtigen Mikronährstoffen. Essen Sie außerdem mindestens zweimal in der Woche Fisch und verwenden Sie möglichst oft hochwertige pflanzliche Öle in der „kalten“ Küche. Ihr hoher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren mindert die Entzündungsneigung des Körpers und wirkt sich gleichzeitig positiv auf den gesamten Stoffwechsel aus.

In Studien hatte sich gezeigt, dass die tägliche Einnahme von Leinöl eine hervorragende geschwürbildungshemmende Wirkung im Magen zeigte. Das Leinöl konnte sogar besser vor Magengeschwüren schützen als das üblicherweise eingesetzte schulmedizinische Medikament (Ranitidin)14. Die für eine gesunde Ernährung empfohlenen 1 bis 3 täglichen Esslöffel Leinöl sind also ganz besonders auch für Menschen mit Magenproblemen hilfreich. Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger Nudeln und Reis. Zu viele dieser Sattmacher fördern Entzündungen genauso wie Übergewicht und Übersäuerung.

Was Sie selbst tun können

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