Mikronährstoffe bei Cholesterin

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Wie Sie in unserem Artikel Cholesterin – Ursachen, Symptome und Therapie bereits lesen konnten, spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle bei Cholesterin. In diesem Artikel wollen wir uns tiefer mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe geben.

Mikronährstofftherapie

Es gibt viele wichtige Gründe, warum Menschen mit zu hohem Cholesterin zusätzlich Mikronährstoffe einnehmen sollten. Zahlreiche Mikronährstoffe helfen, einen hohen Cholesterinspiegel zu senken. Gleichzeitig erhöhen viele Mikronährstoffe das gute HDL. Sie reduzieren außerdem die Menge an aggressivem, oxidiertem LDL und können Nebenwirkungen einer medikamentösen Therapie reduzieren. Mikronährstoffe spielen bei praktisch allen Stoffwechselreaktionen eine große Rolle. Sie steuern die Produktion und Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen und sind damit auch unentbehrlich für den Cholesterin-Stoffwechsel.

Omega-3-Fettsäuren senken hohes Cholesterin und hohe Triglyceride auf der einen Seite und erhöhen das gute HDL auf der anderen Seite4. Weitere wichtige Mikronährstoffe für den Cholesterinstoffwechsel sind Vitamin C und Vitamin B3. Beide senken das schlechte LDL und die Triglyceride und erhöhen das gute HDL.
Cholesterinsenkend und HDL-steigernd wirken auch die Spurenelemente Chrom und Kupfer. Letzteres wurde kürzlich in einer Studie untersucht, in der 20 chinesische Diabetiker etwa 60 g Mandeln am Tag aßen. Dieses besonders spurenelementreiche Lebensmittel hatte schon nach vier Wochen eine deutliche Verbesserung sowohl des Fettstoffwechsels, als auch des Zuckerstoffwechsels erreicht.

Wie oben schon erwähnt, spielt für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems nicht nur das Gleichgewicht von Cholesterin, HDL und LDL eine große Rolle, sondern auch der antioxidative Schutz des LDL. Das schlechte LDL wird nämlich erst dann wirklich gefäßschädigend, wenn es oxidiert (LDL-ox). Deshalb empfiehlt u.a. die amerikanische Herzgesellschaft (American Heart Association, AHA) die Einnahme von natürlichen Antioxidantien aus Obst und Gemüse. Im Kampf gegen freie Radikale und andere Oxidationsprozesse haben sich natürliche Antioxidantienmischungen aus Obst und Gemüse deutlich besser bewährt als synthetische. Die natürlichen Mikronährstoffe wirken mehr als 200-mal stärker antioxidativ. Dazu kommt, dass für diese Mikronährstoffmischungen auch eine deutliche Herz-Kreislauf-schützende Wirkung nachgewiesen wurde.

Ein gutes, natürliches Mikronährstoffkonzentrat enthält aber nicht nur Vitamine, Mineralien und Omega-3-Fettsäuren, sondern auch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Denn speziell wenn es um die Senkung von oxidiertem LDL geht, sind sekundäre Pflanzenstoffe wie die Flavonoide aus Trauben, grünem Tee oder kaltgepresstem Olivenöl besonders effektiv.

Zuletzt sei nochmal auf den wichtigen Mikronährstoff Coenzym Q10 hingewiesen. Nicht nur, dass Q10 die Nebenwirkungen von Medikamenten gegen hohes Cholesterin reduzieren kann, es schützt außerdem vor oxidiertem LDL und verbessert die Funktion der Blutgefäße.

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basisunterstützung gegen hohes Cholesterin eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Die aktuellen, oben erwähnten Studien zeigen, dass vor allem für natürliche Mikronährstoffmischungen ein positiver Effekt bei hohen Cholesterinwerten zu erwarten ist. Eine natürliche Mikronährstoffmischung erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen werden optimal versorgt und Körper und Geist wieder fit und leistungsfähig.

Von vielen Fachleute empfohlen werden natürliche flüssige Mikronährstoffkonzentrate – diese werden besser vom Körper aufgenommen als Pillen oder Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern Sie alle Mikronährstoffe die der Körper täglich benötigt (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

Veränderungen im Lebensstil

Die Ernährung spielt natürlich eine tragende Rolle, wenn das Cholesterin zu hoch ist. Hier ist es wichtig zu wissen, dass wir nicht das Cholesterin aus den cholesterinreichen Lebensmitteln aufnehmen. Vielmehr ist das Verhältnis der in den Lebensmitteln enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren für unseren Cholesterinspiegel verantwortlich. Sie sollten insgesamt etwas weniger Kohlenhydrate essen, also weniger weißes Brot, weniger Nudeln und Reis, dafür mehr Gemüse und Obst. Zu viele der getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Fettsäuren. Ebenso fördern zu viele tierische Fette – und hier vor allem die Fette von Tieren aus konventioneller Masttierhaltung mit Getreidefütterung – einen hohen Cholesterinspiegel und die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Wer mehr Ballaststoffe in Form von Obst und Gemüse (oder Vollkornprodukten) zu sich nimmt, hat ein deutlich reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Unter anderem wirken vor allem die löslichen Ballaststoffe aus Obst und Gemüse cholesterinsenkend. Diese sind auch in flüssigen Nahrungsergänzungen enthalten, wenn diese aus Lebensmitteln hergestellt sind. Vermutlich binden die Ballaststoffe das Cholesterin im Darm, so dass es speziell im entero-hepatischen Kreislauf nicht wieder aufgenommen werden kann.

Tipp: Das hat vor allem beim Frühstück praktische Bedeutung. Bei der ersten Mahlzeit des Tages wird das über Nacht in der Gallenblase gespeicherte Cholesterin ausgeschüttet. Wenn es nicht durch die Ballaststoffe des Frühstücks gebunden und dann ausgeschieden wird, wird es zum größten Teil wieder ins Blut aufgenommen.
Zu wenig körperliche Bewegung gehört zu den sehr einfach selbst zu beeinflussenden Faktoren, die zu über 90 % für unsere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sind. Die erreichbaren Effekte sind unabhängig von Alter, Geschlecht oder ethnischer Herkunft der Menschen. In einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2000 wurde gezeigt, dass schon moderate aber regelmäßige Bewegung zu einer deutlichen Verbesserung des Lipid-Profils führt.

Hinzu kommen noch weitere wohlbekannte Effekte des Sports zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Krankheiten, wie Stressabbau, antidepressive Effekte, Blutdrucksenkung und die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes.

Natürlich sei an dieser Stelle auch das Rauchen erwähnt. Rauchen ist von den neun beeinflussbaren Faktoren, die zu Herz-Kreislauf-Krankheiten führen, der gefährlichste Faktor. Je mehr man raucht, desto höher ist beispielsweise der Wert der Triglyceride und umso niedriger ist das schützende HDL. Rauchen erzeugt auch noch viele andere Schäden im Herz-Kreislauf-System. So wird beispielsweise mehr aggressives, oxidiertes LDL produziert und wichtige gefäßschützende Mikronährstoffe werden verbraucht.

Was Sie selbst tun können

Mikronährstofftherapie

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Bewegung und Entspannung

Weitere Informationen finden Sie online unter:

Alltagshelfer bei Cholesterin: Unsere Empfehlungen

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